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Die Analyse

Na dann machen sie sich mal frei.

Nachdem die Ducati zuhause stand, musste ich natürlich zuerst mal analysieren, wie sich der Zustand der Ducati 999S präsentierte.
Das Äussere habe ich ja schon gelistet, aber war das alles?
Darum nahmen wir, unser Sohn und ich, die Ducati in der heimischen Garage zuerst einmal auseinander.
Hier möchte ich kurz einen Hinweis platzieren:
Für solche Umbauten immer zuerst das Handbuch des Herstellers für dieses Modell besorgen. Zuerst lesen, dann schrauben. Das spart Zeit, Geld und vor allem Nerven.
Beim Abnehmen der Verschalung kam uns zuerst mal richtig "Geröll" entgegen. Die 999S hat vorher eine Carbon-Verschalung, die aber vor allem auf der linken Seite total verschrammt war. Sie musste sowieso runter, um darunter gucken zu können. Bei der Demontage der Verkleidung fielen mir 2 Sachen auf, die mir beim Schrauben an anderen Motorrädern noch nie in's Auge gestochen sind.
  1. Die Verkleidung eines Superbikes ist so aufgebaut, dass sie möglichst aerodynamisch ist. Von der 916er-Reihe weiss ich, dass die aber auch so aufgebaut ist, dass man sehr schnell an die Mechanik kommt. Das ist auch bei der 999S der Fall. Beispiel Blinker: Die F1-Blinker oben an der Verkleidung wirken schwer und massiv. Die sind allerdings nur mit einer Schraube gesichert. Ist die weg (was sehr einfach geht), zieht man den Spiegel einfach mit einem kurzen Ruck raus, und gut. Wer das vom selben Hersteller mal anders sehen will: Ducati Multistrada MTS 1000/1100.
  2. Auch der Rest der Verkleidung geht eigentlich (der Teufel steckt bekanntlich im Detail) ratzfatz runter. Schnellverschlüsse auf, Bayonette-Verschlüsse unter  der Lampenmaske auf ... und schon kommt alles runter. Besonders schlau: Die Front-Verkleidung kann einfach waagerecht nach vorne weggezogen werden. Sehr effizient! Das gilt für die ganze Verkleidung.
Einzig der Fakt, dass es sich bei der Verschalung um einen Carbon-Nachbau handelte und darum die Seitenteile einteilig anstatt dem originalen zweiteiligen Ansatz bestand, führte zu Problemen. Wegen dem Sturz liessen sich die Schrauben im Kiel nicht mehr lösen. Darum musste die ganze Verschalung dann seitwärts unter dem Motorrad hindurch herausgezogen werden. Wer weiss, wie weit nach hinten die Verkleidung der 999 gezogen ist, kann sich vorstellen, wie mühsam diese Übung war.

Steinreich

Alles abgebaut wurde mir bewusst, warum man dazu übergegangen ist, Motorräder, die in's Kies geflogen sind, zuerst mal auf das Hinterrad zu stellen und auszuschütteln. Was sich da alles an Kies, Sand und gar Geröll in allen Ecken unter der Verkleidung versteckt ... wahnsinn. Mehrere Kilo Material wurden schon mit dem Kiel der Verkleidung nach draussen geschafft, der Rest fand sich am Boden  der Garage wieder, wo er zuerst zusammen gekehrt werden musste.
Nach dem das alles aufgeräumt war, ging es an die Inventur der Teile, die nun alle neu Beschafft werden musste.
Von Ducati selbst bestellte ich bei Daneffel folgende Artikel:
  • Träger rechts der Frontverkleidung
  • Lenkerstummel
  • Bremshebel vorne
  • Gasgriff
  • Hecklicht-Träger
  • Schutzschild
  • Kupplungsdeckel
  • Fussrastenträger rechts
  • Fussraste rechts
  • Bremshebel rechts
Über den Rest war ich mir noch nicht klar, speziell in Bezug auf den Tank.
Da musste ich zuerst noch Zeit investieren, um zu evaluieren, was ich hier machen wollte. Dazu aber separat mehr.

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